Tote Hose auf der Kiffer-Insel

Tote Hose auf der Kiffer-Insel
2. März 2016 weltreisend.ch

Wir nahmen den Bus von Siem Reap nach 4000 Islands und sollten gegen frühen Abend eintreffen. Nach einer holprigen Fahrt und langer Wartezeit an der korrupten Grenze kamen wir dann gegen 22 Uhr am Hafen an. Es gibt zwei Inseln, die ein Angebot an Guesthouses bieten: Don Det und Don Khone. Don Det sollte eine Party-Insel sein, voll mit Backpackers und Nightlife bis zum Abwinken (so sagte man uns). Als wir ankamen, war von all dem gar nichts zu sehen – ein Gefuehl von Unwillkommensein ueberkam uns. Ob es an der praktisch menschenleeren Insel, der schäbigen Auswahl an Restaurants und Bars oder einfach an den Kakerlaken in unserem Zimmer gelegen hatte, wissen wir nicht. Die Laoten, welche diese Gastwirtschaften betrieben, machten uns einen sehr unfreundlichen Eindruck.

4000islands 1

Die Restaurants haben gegen 20 Uhr ihren Höhepunkt erreicht und waren zu 20-30% belegt. Ab 22 Uhr war dann tote Hose. Was genau auf dieser Insel der Begriff „Party“ bedeutet, haben wir nicht so ganz gecheckt. Die wenigen Touristen waren nach unserem Empfinden einfach darauf aus sich in ihren Riverside-Bungalows zu bekiffen. Nach einer langen Nacht (remember Kakerlaken) hatten wir dann das Zimmer gewechselt und uns mit einem Vogelnest im Badezimmer und einer unendlichen Ameisen-Autobahn neben unserem Bett total zufrieden gegeben und konnten so in Frieden schlafen. 🙂 Etwas Besseres findet man in Don Det kaum, alle Bauten sind sehr einfach und veraltet, mit vielen Spalten in den Türen und Fenstern. Sauberkeit ist hier ein Fremdwort. Generell ist die Insel sehr ungepflegt und die Laoten hier sehr unfreundlich. Also unser erster Eindruck von Laos war wirklich alles andere als positiv! Wir haben uns jedoch nicht unterkriegen lassen und sind drei Nächte geblieben. Man muss aber auch erwähnen, dass man sowieso nur ein mal täglich von der Insel fliehen kann. Man kann eine ganztägige Kayaking-Tour buchen, leider konnten wir diese krankheitshalber nicht antreten. Gemäss Feedbacks anderer Touristen wäre diese aber empfehlenswert gewesen. Die Natur ist eben doch sehr schoen da. Wir haben uns stattdessen mit einem gemieteten Fahrrad auf den Weg nach Don Khone gemacht. Eine Brücke führt auf die andere Insel und dieser Ausflug hat sich gelohnt. Gegen eine Gebuehr von rund 5 USD erhaelt man Zugang zu allen touristischen Sehenswuerdigkeiten (ca. 20). Don Khone ist gepflegter und hat schöne Landschaften. Hier schenkt der Laot sogar ab und zu ein Lächeln, zu viel Herzlichkeit sollte man aber trotzdem nicht erwarten. Wir nehmen an, dass die Bungalows auf dieser Insel einem höheren Standard entsprechen, denn die Preise hier sind auch dementsprechend höher. Deshalb würden wir beim nächsten Mal (ha ha, beim nächsten Mal) diese Insel bestimmt bevorzugen.

Tipps

  • Don Khone anstatt Don Det besuchen
  • Den Alkoholpegel während des Aufenthaltes eher hoch halten, damit euch alles ein wenig schöner erscheint

Sorry Leute, diese Destination hat uns wirklich nicht gefallen und wir koennen es nicht verbergen.

Comment (1)

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  1. […] uns völlig aus) ging es für uns weiter nach Vang Vieng. Vangvieng empfangte uns im Gegensatz zu Don Det mit offenen Armen. Man fühlt sich auf Anhieb sehr wohl, das kleine Städtchen liegt am Fusse des […]

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