Bangkok’s wahrscheinlich schönste Seite

Bangkok’s wahrscheinlich schönste Seite
28. April 2016 weltreisend.ch

Bekannt als die Stadt der Sünden, nicht zuletzt auch seit Hangover II, stellten wir an Bangkok keine grossen Erwartungen. Unsere Reiseplanung führte uns aber insgesamt dreimal in diese Stadt und ermöglichte uns so auch eine richtig schöne Seite von Bangkok zu entdecken.

Das Business-Bangkok

Unseren ersten Aufenthalt in Bangkok machten wir nur, um in der Botschaft von Myanmar unser Visum zu beantragen. Entsprechend buchten wir unsere Unterkunft im etwas südlicher gelegenen Botschaftenviertel „Sathorn“. Breite Strassen, die vom Verkehr nur so platzten, unfreundliche Taxifahrer und viele geschäftige Einheimische machten unseren ersten Eindruck von Bangkok nicht besonders positiv. Weit weg von den Partymeilen waren die Gassen abends wenig belebt. Nur die Strassenküche ein paar Meter neben unserem Hotel kochte noch bis spät in die Nacht ihre Pad Thai’s und Nudelsuppen. Wir erledigten unser Vorhaben und reisten nach zwei Tagen auch gleich wieder ab, ohne grosse Sehnsucht zu verspüren.

Das Touristen-Bangkok

Die wahrscheinlich bekannteste Gegend bei Touristen ist die Khaosan Road. Dort tummeln sich täglich tausende Backpackers in Bars und Restaurants und schlendern entlang der Strassenmärkte. Viele verrückte Geschichten, die man von Bangkok-Reisenden hört, finden ihren Ursprung genau dort. Zum Beispiel der eine, der in einer Bar mit einem Tätowierer die Bekanntschaft machte und nach einigen Drinks sich „Bankok“ auf seine Arschbacke stechen liess. Es gibt immer jemand, der eine gute Geschichte „eines Bekannten“ erzählen kann. Frag mal in deinem Freundeskreis rum! Dessen bewusst buchten wir unser Hostel diesmal in der Nähe dieser Location, um uns selber ein Bild zu machen. Uns ist nichts dergleichen passiert, unseren Spass hatten wir aber trotzdem – oder gerade deswegen. Wenn man ausgehen möchte und bei lauter Musik und Party einen belebten Abend verbringen möchte, ist man da absolut richtig. Tagsüber wird man von der Khaosan Road aus fast dazu genötigt ein Tuktuk zu den vielen Sehenswürdigkeiten wie Tempel, Buddhas und Bauwerken zu nehmen, was man auch durchaus machen kann.

Und endlich… das authentische Bangkok

Die wirklich schöne und unerwartet authentische Seite Bangkoks haben wir aber erst kennengelernt, als wir eine Fahrradtour durch die Stadt gemacht haben. Ja, das geht wirklich. Durch die Gässchen und sozusagen durch die Stuben der Bangkoker zu fahren wirft ganz ein anderes Bild auf die Stadt und das alltägliche Leben der Menschen, die dort wohnen. Wir hatten noch nie davon gehört, dass Bangkok als das Venedig des Osten gilt. Dies wurde uns erst bewusst, als wir unser Fahrrad auf ein Flussboot verluden und durch die Kanäle getourt sind. Ganze Häuserreihen schlängeln sich entlang des Flusses, die meisten sind aus ganz einfachen Materialien zusammengebastelt worden. Der Fluss ist übrigens auch Heimat von Varanen und Schildkröten. Mit etwas Glück sieht man sie am Ufer des Flusses. Die Bootstour führte uns etwas ausserhalb der Stadt in den alten Stadtteil Thonburi, die ehemalige Hauptstadt. Schon fast ländlich anmutend, praktisch verkehrsfrei, ohne Hochhäuser, aber mit viel Grün und landwirtschaftlich genutzten Feldern fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Diese Erfahrung hat unser Bild von Bangkok äusserst positiv beeinflusst und uns gezeigt, dass die Stadt viel mehr zu bieten hat als wir meinten.

Tipps

  • Fahrradtour buchen: Es gibt verschiedene Anbieter. Am besten auf Tripadvisor nachschauen, welche dir am besten passt. Wir haben uns für Co van Kessel entschieden und waren zufrieden mit der Leistung. Preis rund 50 USD
  • Tuktuk’s an der Khaosan Road sind dafür bekannt, dass sie Touristen abzocken. Zu verdächtig günstigen Tarifen fahren sie dich an Orte hin, die du nicht möchtest. Also immer genau nachfragen wohin sie dich fahren möchten und darauf beharren, keine Zwischenhalte in Shops oder Ähnliches zu machen.
  • Busfahren in Bangkok braucht Zeit. Der Verkehr ist zu jeder Tageszeit sehr anstrengend. Wo Taxifahrer auf Schleichwegen sich durchmogeln können und ein paar Minuten einholen können, kann eine Fahrt mit dem Bus vom Flughafen an die Khaosanroad gut mal zwei Stunden dauern. Preislich lohnt es sich aber allemal, wenn man nicht unter Zeitdruck reist. Preis 50 Cent

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